Südtiroler Volkspartei
 

Geom. Helmut Klammer - SVP-Bürgermeister-Kandidat
Geom. Helmut Klammer

 

ENERGIE - Schritte machen

Immer mehr Menschen sind in den letzten Wochen an mich herangetreten mit der Bitte, die leidige Frage der Energie auf dem Gemeindegebiet zu bereinigen. Auf Gemeindeebene gibt es viele Bereiche, in denen es gilt, neue Impulse zu setzen. Einer davon ist der Energiebereich.

Die Ahrntaler Energiediskussion spielt sich auf mehreren Ebenen ab. Einmal hat sie in den letzten Jahrzehnten das Klima im Tal vergiftet. Und Energiebetreiber und Bürger, anstatt zusammenzuführen, gespalten. Die zweite Ebene ist eine Frage der brauchbaren und verhandelbaren Konzepte und eine solche der technischen, rechtlichen und organisatorischen Kompetenzen in der Sache.
Die dritte Ebene ist die Ebene der Konsensbildungen. Es gilt, die unterschiedlichen Gruppen füreinander und miteinander ins Gespräch zu bringen und konsensfähig zu machen. So dass es in der Energiesache nicht nur Gewinner und nicht nur Verlierer gibt, sondern eine neue Sicht der Wasser- und Energiegemeinschaft im Tal entsteht.

Ich habe in den letzten Wochen zahlreiche Kontakte aufgenommen, um auf allen drei Ebenen Vorarbeit zu leisten. Auf der Ebene der rechtlichen und der organisatorischen Verfahrensweisen habe ich mich an das zuständige Landesamt gewandt und LR Dr. Michl Laimer einen Kooperationsvorschlag unterbreitet.

Mit Antwortschreiben vom 09. Februar 2010 liegt seitens des Landesrates eine positive Antwort auf meine Initiative vor. LR Dr. Laimer erklärt sich bereit, an die Gemeinde Ahrntal die ENEL-Netze zu übertragen. Auch mit den privaten Stromverteilern im Ahrntal habe ich über eine Zusammenarbeit und gemeinsame Lösung betreffend Stromverteilung konkret verhandelt (Schreiben der Stromverteilerbetriebe vom 29.01.2010). Der Sinn dieser Verhandlungen ist: Erst über eine Genossenschaft wird es möglich, erhebliche Steuerabgaben einzusparen und verbilligten Strom an die Strom- und Energieabnehmer weiterzugeben. Um die Bereitschaft, sich zu einer Genossenschaft zusammenzuschließen wurde in den letzten Wochen meinerseits ebenso mit einem ersten positiven Erfolg verhandelt. Beide Punkte, sowohl der Zusammenschluss privater Stromverteiler zu einer Genossenschaft als auch die Übertragung der Enel-Netze an die Gemeinde Ahrntal konnten all die Jahre her so noch von niemand anderem mit positivem Ergebnis und im Einvernehmen ausverhandelt werden. Das heißt die Energiefrage im Tal kommt aus den jahrelangen Versprechungen über konkretere Schritte in eine neue konkretere Zukunftsphase. Nun gilt es auch mit dem Land wieder in ein Klima der Zusammenarbeit und der Förderung zu kommen.

Wenn es infolge vieler vorangegangener Konflikte auch ein schwieriger Weg geworden ist, so zeichnet sich ein erster weiterer Erfolg auch in der Frage der Gemeindebeteiligungen ab. Es ist im Interesse der Bürger, dass auch die Gemeinde an diesen Projekten beteiligt wird, um weitere Preissenkungen auch über die Anteile an der Stromproduktion zu erzielen. Dies sieht auch die Genossenschaftsfrage so vor.

In diesem letzten Durchgang  gilt es, viele verhärtete Fronten aufzulösen, Interessenten, Bürger und Landesinstanzen zusammenzuführen. Dies ist vor allem eine Frage gezielter Verhandlungskompetenz. Dazu bedarf es des Vertrauens und der Unterstützung aller: der Investoren, der Bevölkerung, der Landesbehörden und aller Ämter, denen ich für den großen Vertrauensvorschuss bisher im Namen der Talgemeinschaft danke.

Man muss aber wissen, dass einmal verhärtete Fronten und verfahrene Situationen aufzulösen zeitraubend und schwieriger ist, als etwas von Anfang an richtig in die Wege zu leiten. Nun müssen Gemeinsamkeit, ein besseres Klima und kompetentere Vorgangsweisen erst wieder in mühsamen Schritten aufgebaut werden. Das bisher Erreichte ist für mich aber ermutigend und ein ganz neuer erfolgreicher Start.

Realistisch ist, dass im Tal Gemeindebeteiligungen und verbilligter Strom erreicht werden können. Unrealistisch wäre, an die Frage mit maßlosen Forderungen, Erwartungen und mit billigen Versprechungen heranzugehen, anstatt kompetent und zielbewusst Schritt für Schritt zu setzen. Dies aber ist der zähe und erfolgreichere Weg für die Zukunft und für alle weiteren Phasen. Dafür verbürgt sich auch die SVP-Liste mit klarem und entschiedenem Willen. Der Energiekarren ist zur Zeit kein Wunschjob und die Energiefrage unterliegt auch zahlreichen rechtlichen Bestimmungen. Gerade deshalb aber geht die SVP-Gruppe kompetent und mutig die Frage an. Wir möchten die noch offenen Tore voll nutzen und verhindern, dass wieder Tore zugeschlagen werden und die Bevölkerung erneut draußen bleibt.

SVP-Bürgermeisterkandidat
Geom. Helmut Klammer

 

 

   

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